IT4IT — Die IT als Business

(Kennen Sie schon unseren ITC Navigator für IT4IT?)

Eine IT ist ein Unternehmen. Es produziert IT-Services. Jedes Unternehmen würde sein Kernprodukt in den Mittelpunkt seines Handelns rücken. Wieso fokussieren ITler aber anstelle auf IT-Services lieber auf Projekte, Anwendungen, Datenbanken oder technische Infrastrukturen?

Ein Grund ist sicherlich, dass die Kernprodukte der IT, nämlich Services, nicht gut „anfassbar“ sind – sie sind ja nichts weiter als Fähigkeiten, die dem Servicenehmer ermöglichen, sein Geschäft mit weniger Einschränkungen oder gesteigerten Möglichkeiten umzusetzen. IT-Services werden durch die Kombination aus IT-Infrastruktur einerseits und menschlichem Handeln andererseits ermöglicht. Sie sind weder ausschließlich Infrastruktur, noch Applikationen. Auch mehr als die Kombination aus beidem. Dass das „Mehr“ nicht in die Fertigung einbezogen wird, führt zu den meisten bekannten Unzufriedenheiten der Servicenehmer mit ihren ITs.

Heerscharen von Beratern haben aber ja bereits versucht, den ITs IT Service Management beizubringen. Herausgekommen ist jedoch meistens ein oft kontraproduktiver zu starker Fokus auf Prozesse. Diese sind wichtig, aber nicht sie alleine: Man kann heute leider viele ITIL-Umsetzungen sehen, die ganz ohne das eigentlich zentrale Produkt, den IT-Service auskommen. Das war ganz klar nicht im Sinne der ITIL-Erfinder, die den gesamten Lebenszyklus der IT-Services – also unserer Kernprodukte – gut gemanagt sehen wollten. Denken die Leute heute „ITIL“, so beschränkt sich das aber fast immer nur auf die operativen Prozesse Incident, Problem, Change, und vielleicht noch Asset und Configuration Management. (Wobei letztere beide eigentlich die Basis sein sollten.) Service Strategy und Service Design kommen selten vor. Und kategorisiert wird in den operativen Prozessen oftmals mit ausufernden Kategoriebäumen – und nicht etwa nach IT-Services. Über ITIL rümpft man daher (zu Unrecht) heute oft die Nase!

Welche IT hat denn ein Servicemodell und eine Servicearchitektur, die alle intern wie extern erbrachten Services gleichartig dokumentiert, und diese von Idee und Demand, über Projekt und Sourcing, Request und Fulfillment bis hin zum Betrieb selbstverständlich als zentrales Produkt der IT referenzierbar, managebar und auswertbar macht? Wo gibt es denn wirklich die horizontale Verantwortung eines Service Owners für seine IT-Services über den gesamten Lifecycle?

Und sind Projekte Selbstzweck, oder dient nicht in Wahrheit jedes IT-Projekt ganz und allein dem Zweck, ein neues IT-Service-Release zu produzieren?

Oder wo findet sich ein durchgängiges, bruchfreies IT-Tooling, das die einfache Handhabung und Auswertbarkeit der IT-Services entlang ihres Lifecycles für IT-Mitarbeiter zur täglichen Selbstverständlichkeit macht, anstelle der Zumutung durch „Schrankware“-Prozesse?

Kein Wunder also, dass eigentlich selbstverständliche Antworten im IT-Management auf Fragen wie diese oft nur mit erheblichem Recherche- und Excel-Aufwand über viele Datentöpfe, Beteiligte und Tools hinweg geliefert werden können:

  • Welche IT-Services/Anwendungen haben wir im IT-Portfolio?
  • Welche Möglichkeiten für Rationalisierung und Vereinfachung sind vorhanden?
  • Was kostet uns jeder IT-Service/jede Anwendung in Betrieb und Wartung (basierend auf tatsächlichen IT-Ressourcen, Lizenzkosten, Personalkosten, Verträgen, etc.)?
  • Wer hat welchen IT-Service bzw. welche Anwendung gebucht (Liste aller User pro Anwendung und ihre Zugriffsrechte)?
  • Wie gut ist die Leistung jedes IT-Service in Bezug auf das SLA und Erwartungen des Business? Welches sind aktuell die herausragenden Probleme, die gelöst werden müssen?
  • Wie nimmt das Business den Wert jedes IT-Service wahr? Wie zufrieden ist die Kundenseite mit dem erbrachten Service?
  • Welche Projekte und Initiativen sind pro IT-Service geplant (Funnel und In-Flight)?
  • Welche Anforderungen (oder User Stories) befinden sich für jeden IT-Service im Product Backlog?
  • Welche IT-Ressourcen (wie Server und Datenbanken) verwendet jeder IT-Service/jede Anwendung (d.h. kennen wir das Servicemodell einer Anwendung in der CMDB)?
  • Welche Risiken und Herausforderungen haben wir mit jedem IT-Service/jeder Anwendung?
  • Welches sind die geschäftlichen Anforderungen und Treiber (Demand) für neue oder zu modifizierende
    IT-Services/Anwendungen (als Teil des Product Backlog)?

Eine IT-Fertigungslinie, die IT-Services (und nicht bloß ein Stück installierte Software oder Hardware) produziert, muss strategisch durch die IT-Leitung gewollt aufgebaut werden. Diese Aufgabe darf nicht „zufällig“, bottom-up, und verteilt über Abteilungen hinweg erfüllt werden, wie es häufiger Standard ist!

Einzelbemühungen zur Optimierung hier (Prozesse) wie dort (IT-Tools) sind aller Ehren wert, erreichen aber fast nie das Ziel, dass eine durchgängige „Fertigungslinie“ für IT-Services Ende-zu-Ende etabliert wird. Wo ist die durchgehende Verbindung von EAM, Portfolio Management und Business Demand am Anfang des Lebenszyklus bis hin zur ausgerollten Servicehierarchie mit ihren (Application) Server-, Datenbank- und Storage-Instanzen in einer serviceorientierten CMDB?

IT4IT™ als offene Referenzarchitektur der Open Group stellt einen Blueprint für den funktionalen Aufbau einer solchen IT-Fertigungslinie dar. Neben allen Funktionen, die entlang des Lebenszyklus von IT-Services notwendig sind, werden auch alle benötigten Steuerungsdaten und ihre Datenflüsse klar. Auf dieser Basis lässt sich der Ist-Zustand erheben, die Handlungsfelder erkennen und priorisieren, IT-Tools konsolidieren und entrümpeln, und es lässt sich eine Roadmap zur strategischen Umsetzung einer wirklich durchgängigen IT-Fertigungslinie ableiten.

Erforschen Sie doch einmal IT4IT in unserem leicht bedienbaren ITC Navigator for IT4IT, der Ihnen einen schnellen Überblick ermöglicht und den direkten Drill-Down in den Standard der Open Group erlaubt.

Die IT4IT-Architektur hat ihre Gültigkeit unabhängig vom Integrationsgrad von Entwicklung und Betrieb (DevOps), oder davon, ob IT-Service-Releases agil oder nach Wasserfall projektiert und produziert werden.

Das stärker notwendig werdende Multiprovider-Management wird auf dieser Basis ebenfalls deutlich einfacher: Der IT4IT-Blueprint erlaubt die klare Festlegung der Verantwortungsteilung über Funktionen (wer führt sie aus, der Provider, oder die interne IT?) wie über benötigte Daten (welche Partei mastert sie?).

So lässt sich der IT-Service in den Mittelpunkt rücken, und die IT macht ihre Produktion intern wie über alle Lieferanten hinweg steuerbar – wie es jedes andere produzierende Unternehmen auch tun würde.

. Wir ebnen gern den Weg zur Transformation Ihrer IT in einen modernen IT Service Provider: Wir starten mit einem IT4IT Baseline Assessment, das den Ist-Zustand Ihrer IT dokumentiert. Auf dessen Basis entwickeln wir gemeinsam eine Roadmap für die Fortentwicklung in für Sie sinnvollen Schritten, bei deren Umsetzung wir Sie gern begleiten. Wir verfügen über die notwendigen Skills hinsichtlich Mensch (Veränderungsmanagement auf Grundlage Systemischer Organisationsentwicklung), Methodik (IT4IT, ITIL, DevOps, Agile Verfahren, SIAM) und Maschine (Toolauswahl, Implementierung, Integration). Nutzen Sie unsere über 20-jährige Erfahrung mit ITs fast jeder Branche und Größenordnung.

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IT4IT is a trademark of The Open Group. — Beide Abbildungen auf dieser Seite (c) The Open Group.